vEDS kann eine Reihe von Symptomen in vielen verschiedenen Bereichen des Körpers hervorrufen, sodass Menschen mit vEDS für ihre Behandlung möglicherweise auf die Hilfe von Ärzten aus mehreren unterschiedlichen Fachrichtungen angewiesen sind.
Zu den wichtigsten Aspekten der Pflege gehören:
Frühdiagnose
Durch eine frühzeitige Diagnose können Menschen mit vEDS eine angemessene medizinische Versorgung und Lebensführungsberatung erhalten, was nachweislich die Ergebnisse bei vEDS verbessert.
Gentests
Es ist wichtig, die Diagnose vEDS durch genetische Tests zu bestätigen. Dies hilft, andere Erkrankungen auszuschließen, die ähnliche Symptome verursachen, aber möglicherweise anders behandelt werden.
Genetische Beratung
vEDS wird autosomal-dominant vererbt, sodass Betroffene die Krankheit mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an jedes Kind vererben. Betroffene und ihre Partner können von einem Gespräch mit einem genetischen Berater profitieren. Eine Schwangerschaft birgt für Betroffene zusätzliche Risiken. Daher ist es wichtig, bei der Familienplanung über Schwangerschaftsrisiken und die Behandlung zu sprechen.
Schwangerschaftsmanagement
Eine Schwangerschaft birgt für Menschen mit vEDS bekanntermaßen erhebliche Risiken. Eine Schwangerschaft sollte sorgfältig und unter Berücksichtigung der Diagnose geplant werden.
Lifestyle-Beratung
Menschen mit vEDS sollten mit ihrem Arzt über Aktivitäten sprechen, die das Risiko einer Arterienruptur oder eines Hohlorganrisses erhöhen können. Menschen mit vEDS sollten vermeiden:
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- Kontakt- und Kollisionssportarten
- Schweres Heben und Schieben
- Muskelzerrung
- Plötzlicher oder starker Blutdruckanstieg
- Wiederholte oder übermäßige Gelenkbewegungen
Menschen mit vEDS wird empfohlen, ihrer Gesundheit und ihrem Wohlbefinden zuliebe regelmäßig leichte Übungen zu machen.
Medizinisches Management
Alle an der Behandlung eines Patienten beteiligten medizinischen Fachkräfte sollten sich der vEDS-Diagnose und der damit verbundenen Risiken bewusst sein. vEDS kann alle Bereiche der medizinischen Versorgung betreffen. Daher ist es wichtig, die Gewebefragilität und das Potenzial für plötzliche, schwere und lebensbedrohliche Komplikationen bei Eingriffen zu berücksichtigen. Konservative Ansätze sollten nach Möglichkeit in Betracht gezogen und aufgrund der höheren Operationsrisiken von vEDS auf elektive Eingriffe verzichtet werden.
Notfallversorgung
Notfallhelfer müssen über das vEDS einer Person informiert sein, um eine angemessene Versorgung gewährleisten zu können. Betroffenen wird empfohlen, Notfallinformationen bei sich zu tragen, um die richtige Notfallversorgung zu erhalten. Betroffene benötigen eine individuelle medizinische Versorgung. Aufgrund der höheren Operationsrisiken sollten vor einer Operation konservative Behandlungsoptionen in Betracht gezogen werden.
Medikamente
Hoher Blutdruck belastet die Blutgefäßwände, die bei Menschen mit vEDS sehr empfindlich sind. Medikamente werden häufig eingesetzt, um den Blutdruck auf einem normalen oder niedrigen Niveau zu halten und starken Blutdruckschwankungen vorzubeugen. Betablocker und Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB) verbessern nachweislich den Behandlungserfolg bei vEDS-Patienten, wenn sie mit fachärztlicher Betreuung und Beratung kombiniert werden.
Gefäßbildgebung
Bei den meisten Menschen mit vEDS sollten regelmäßig Gefäßuntersuchungen durchgeführt werden, um mögliche Komplikationen zu erkennen. So können diese möglicherweise im Rahmen eines geplanten Eingriffs und nicht erst im Notfall behandelt werden. Da die Symptome oft subtil sind, ist es wichtig, vermutete Gefäßereignisse zu untersuchen.
Unterstützung
Psychische Unterstützung kann für jeden mit einer lebenslangen Erkrankung von Vorteil sein. Es gibt viele Möglichkeiten, psychische Unterstützung zu erhalten, unter anderem durch Ärzte, Therapeuten, Wohltätigkeitsorganisationen und Selbsthilfegruppen. Die Ehlers-Danlos-Gesellschaft bietet monatlich virtuelle Selbsthilfegruppe für Menschen mit vEDS und Eltern von Menschen mit vEDS.